Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine Variante der klassischen Massage.

Sie wird mit sanft kreisendem Druck durchgeführt und hat zum Ziel, Schwellungen, die durch gestaute Lymphflüssigkeit entstehen, zu behandeln. Sie sollte immer gemeinsam mit anderen physikalischen Entstauungsmethoden, wie Bandagierungen, Hautpflege, aktiven Bewegungsübungen, entstauenden Lagerungen und anderem eingesetzt werden.

Die Therapie wird je nach Bedarf 2 x pro Woche bis täglich durchgeführt und umfasst meist eine Serie von 10 Behandlungen. Sie sollte nur nach ärztlicher Anleitung und von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.


Anwendungsbereiche

Die Manuelle Lymphdrainage wird sinnvollerweise eingesetzt bei/nach:

  • Blutergüssen und Knochenbrüchen
  • Unfällen und chirurgischen Eingriffen
  • Ödemen und nach Thrombosen
  • Menstruationsbeschwerden
  • rheumatischen Beschwerden
     

Besondere Bedeutung erhält die Manuelle Lymphdrainage in der Nachsorge von Brustkrebsoperationen.


Grenzen der Anwendung

Die Lymphdrainage darf nicht angewendet werden bei

  • akuten Entzündungen
  • akuten Thrombosen
  • Tuberkulose
  • bösartigen Erkrankungen

In Anlehnung an den unterschiedlichen indikationsbezogenen Zeitbedarf sind verordnungsfähig:

  • MLD-30 (Teilbehandlung)
  • MLD-45 (Großbehandlung)
  • MLD-60 (Ganzbehandlung)